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Gastel bedauert Strafrechtsverschärfung

11.11.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Grüner Bundestagsabgeordneter zum Verbot von Sterbehilfe

(pm) Vergangenen Freitag hatten sich die Mitglieder des Bundestags zwischen vier Gesetzentwürfen zum „assistierten Suizid“ zu entscheiden. Dabei fand sich gleich bei der ersten Abstimmung eine Mehrheit für den Gesetzentwurf „Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung“.

Unter „geschäftsmäßig“ wird unter Juristen nicht zwingend eine kommerzielle, wohl aber eine wiederholte Tätigkeit verstanden. Von den vier Bundestagsabgeordneten der beiden Wahlkreise im Landkreis Esslingen hat einzig Matthias Gastel gegen diesen Gesetzentwurf gestimmt.

„Denn damit werden Ärzte kriminalisiert, die unheilbar Schwerstkranken auf deren eindeutigen Wunsch das erlösende Medikament bereitstellen“, argumentiert der Abgeordnete. Patienten in größter Not würden alleine gelassen, wenn sie aufgrund der Rechtsverschärfung erst gar nicht einen Arzt aufsuchten. Denn dann könne der Mediziner Betroffene auch nicht durch ein Beratungsgespräch von seinem Vorhaben abbringen.

„Ich finde, dass niemand das Recht hat, den Entschluss eines des Lebens überdrüssigen Menschen zu bewerten oder gar zu verurteilen“, sagt Gastel. Das Beratungsgespräch biete die Chance, dass sich der Betreffende doch noch anders, nämlich für sein Leben, entscheide. „Ich bin überzeugt davon, dass ein Verzicht auf ein Hilfeverbot damit suizidpräventiv gewirkt hätte“, so Gastel.


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