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Freilichtmuseum startet Köhlertage

11.09.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Im Beurener Museumsdorf kann man zwölf Tage lang ein aussterbendes Handwerk hautnah erleben

BEUREN (la). Zwölf Tage lang, von Dienstag, 16., bis Sonntag, 28. September, geht einer der letzten Köhler Süddeutschlands, Georg Geiselhart aus Hayingen-Münzdorf, im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren ans Werk. Bei den Köhlertagen wird noch einmal nach alter Handwerkstradition Holzkohle aus Holz hergestellt. Museumsbesucher haben die seltene Gelegenheit, diese Arbeiten ganz aus der Nähe zu verfolgen. Der Köhler wird zudem über sein Handwerk und den Fortschritt des Abbrandes informieren.

Starten werden die Köhlertage am Dienstag, 16. September, mit dem Aufbau des Meilers. Auf die Kohlplatte, eine zehn bis 15 Zentimeter dicken Lehmschicht, wird zuerst ein Rost aus Holzstangen gelegt, damit vorhandenes und eintretendes Wasser ablaufen kann. 20 Raummeter Buchenholz von etwa einem Meter Länge wird fast senkrecht um den Mittelpunkt der Platte gestellt – in mehreren Etagen wird so, möglichst eng, ein Kegelstumpf gebildet, im Zentrum wird der Quandelschacht, der Feuerschacht, vorerst freigelassen. Dann wird der Meiler mit Heu abgedeckt, der Tragschicht für die darauffolgende Lösche. Darüber kommt ein acht Zentimeter dicker Mantel, die Lösche, bei der es sich um eine Mischung aus Kohleresten, Asche, Sand und Erde handelt. Diese Schicht schließt den Meiler luftdicht ab.


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