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„Frei und geheim“

26.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Die grüne Parteivorsitzende Claudia Roth hat nach der Bundespräsidentenwahl gesagt, Sie hätten sich offen zu Ihrer Sympathie für Horst Köhler bekannt. Finden Sie ihn nur sympathisch oder haben Sie ihn auch gewählt?

Ich habe bisher kein persönliches Bekenntnis abgegeben. Für mich ist die größte Errungenschaft in einer Demokratie das freie und geheime Wahlrecht. Ich war in viel zu vielen Ländern dieser Erde, in denen es genau das nicht gibt und wo man nicht frei und geheim abstimmen kann. Deshalb ist das für mich etwas ganz Zentrales, das ich auch für mich in Anspruch nehme.

Das respektieren wir. Aber generell: Was schätzen Sie denn nun an Horst Köhler?

Er ist international sehr erfahren als früherer Direktor des Internationalen Währungsfonds. Er ist im Ausland bekannt und ein „Gesicht“ für Deutschland und sehr geschätzt. Er kümmert sich sehr um Nord-Süd-Probleme. Aber was mir noch mindestens genauso wichtig ist: Er ist ein volksnaher Präsident, bodenständig, geradlinig, geradeheraus, er verbiegt sich nicht und redet auch den Leuten nicht nach dem Mund. Er ist bürgernah, und das gefällt mir auch. Er ist nicht so überkandidelt. Das kommt natürlich ab und an etwas hölzern daher. Aber das macht ihn ja auch liebenswürdig.


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