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„Flucht aus der DDR“ – Zeitzeugen berichten

13.07.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kürzlich fand am Gymnasium Neckartenzlingen im Rahmen des Jahresmottos „Grenzen“ eine Geschichtsstunde der besonderen Art statt. Die beiden Autorinnen Hannelore und Constanze Nissen waren zu Gast, um zahlreichen Schülerinnen und Schülern von ihrer bewegenden Flucht aus der DDR zu berichten. Mutter und Tochter haben die damaligen Erlebnisse in ihrem Buch „Zeit aus den Fugen“ festgehalten, aus dem sie abwechselnd vorlasen. Die jungen Zuhörer erfuhren, wie der politische Alltag der DDR mit all seinen Einschränkungen der persönlichen Freiheit die Familie Nissen zu dem Entschluss brachte, ihren damals jugendlichen Kindern die Flucht in den Westen zu ermöglichen. Die Schilderung der Flucht, die erst im zweiten Anlauf glückte, war einerseits besonders spannend, andererseits aber auch sehr emotional. Das Wechselbad der Gefühle von freudiger Erwartung, im Westen ein neues Leben zu beginnen, über die Befürchtung, die Flucht könne misslingen, bis zum Schmerz über die Trennung von Eltern und Kindern, wurde eindrucksvoll geschildert. Die beiden Zeitzeuginnen gaben im Anschluss an ihre Lesung Gelegenheit, Fragen zu stellen, wovon die interessierten Zuhörer rege Gebrauch machten. pm

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