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Es waren Aufnahmen purer Bestialität

21.08.2009, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Fall von Kinderpornografie vor Gericht – Auf Geldstrafe erkannt

Er verteidige nicht die Tat, er verteidige den Menschen, sagte der Verteidiger. Die Tat war wirklich nicht zu rechtfertigen. Der 48-Jährige auf der Anklagebank hatte sich an seinem Computer in eine einschlägige Tauschbörse eingeklinkt und zumindest zwei kinderpornografische Filme heruntergeladen. Sie zeigten, wie erwachsene Männer mit kleinen Mädchen zugange waren. Es waren Bilder purer Bestialität. Auf einem weiteren Film waren eine Frau und ein Mädchen bei beklemmenden Vorgängen zu sehen. Der Mann hatte die Filme nicht nur heruntergeladen, sondern auch an einschlägige Kreise weitergegeben. So war es der Kripo gelungen, seine Anschrift in einer Kreisgemeinde zu ermitteln.

Der Angeklagte lächelte ununterbrochen. Er wollte offenkundig den Eindruck vermitteln, dass er weit über den Dingen stehe und von ihm in der Realität des Alltags keine Gefahr ausgehe. Richterin Sabine Lieberei ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie redete dem Mann, verheiratet und Vater zweier Kinder, mit Nachdruck ins Gewissen. Sie weiß aus Erfahrung, dass der Schritt vom Bild zur Tat manchmal sehr klein ist.


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