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Ein Zeichen gegen Gewalt setzen

23.11.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Frauen helfen Frauen“ gedenkt an den Tag gegen Gewalt an Frauen

(pm) Der Verein „Frauen helfen Frauen“in Kirchheim, der auch Träger des Frauenhauses ist, gedenkt wie jedes Jahr an den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Wie in den vergangenen zwölf Jahren soll im Rahmen der „Terre-des-Femmes“-Fahnenaktion wieder Flagge gezeigt werden für ein gleichberechtigtes und freies Leben von Mädchen und Frauen weltweit.

Rund um den Montag, 25. November wird in allen Teilen Deutschlands sowie den unterschiedlichsten Ecken der Welt mit der Fahne „Frei leben – ohne Gewalt“ ein weithin sichtbares Zeichen gesetzt, im letzten Jahr mit 6300 Fahnen und Bannern.

Die bereits am 18. Oktober gestartete Kampagne „Aufenthaltsrecht für Opfer von Zwangsprostitution: jetzt!“ ist Schwerpunktthema der diesjährigen Fahnenaktion.

„Jedes Jahr werden Hunderte Frauen zum Zweck sexueller Ausbeutung nach Deutschland gehandelt und müssen Schreckliches durch Menschenhändler, Zuhälter oder Freier erfahren“, heißt es in einer Pressemitteilung.

An den Folgen dieser Gewaltverbrechen litten sie meist lebenslang. Die deutsche Rechtslage garantiere wenig Opferschutz, denn sage eine befreite Zwangsprostituierte gegen ihre Peiniger aus, erhalte sie eventuell einen befristeten Aufenthaltstitel, bei Schweigen werde sie in ihr Heimatland abgeschoben.

Der „Verein Frauen helfen Frauen“ in seiner Erklärung weiter: „Die persönliche Notlage und das Trauma der Frauen werden dabei meist ignoriert. Dies muss sich ändern – weswegen die Kampagne mit der Fahnen-Aktion sich für ein Aufenthaltsrecht der Opfer von Zwangsprostitution einsetzt.“

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