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Ein Leben lang Veränderung

31.12.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Einsiedlerkrebse sind faszinierende Tiere: Sie brauchen, damit sie aufgrund ihres weichen, ungepanzerten Hinterkörpers nicht zum Appetithappen des nächsten Räubers werden, immer ein leeres Schneckenhaus, in das sie rücklings so hineinkrabbeln, dass nur ihr scherenbewehrter Vorderkörper herauslugt. Nun wächst der Krebs aber unablässig; und so wird jedes Schneckenhaus mal zu klein. Dann kommt der riskante Augenblick, in dem der Krebs umziehen muss, nachdem er ein größeres und vor allem auch leeres Schneckenhaus gefunden hat.

Pastor Johannes Hilliges Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde
Pastor Johannes Hilliges Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde

Wie viele Ähnlichkeiten wir mit diesen Krabbeltieren haben! Auch wir suchen Schutz und Geborgenheit für unser empfindliches Seelenleben: Das können Überzeugungen und Ansichten, Verhaltensmuster und Angewohnheiten, Tätigkeiten und Dienste, Beziehungen und Beschäftigungen sein. Sie sind für uns so etwas wie ein festes Schneckenhaus, das perfekt wie eine zweite Haut sitzt. Doch wir verändern uns – langsam und in der Regel unmerklich – ein Leben lang; und wenn’s gutgeht, ist es ein Wachsen und Reifen. Dann kommt auch für uns immer mal wieder der Augenblick, in dem das Alte nicht mehr passt; wir müssen uns ein Herz fassen, Vertrautes hinter uns lassen, aufbrechen und uns auf die Suche nach einem neuen „Schneckenhaus“ machen.


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