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Nürtingen

Ein ganzes Jahr in Nürtingen statt in Simbabwe

26.09.2020 05:30, Von Lutz Selle — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Landsmann kann derzeit ihre Arbeit in Simbabwe nicht wieder aufnehmen – Situation in Afrika verschlechtert sich zusehends

Seit 29 Jahren ist Simbabwe die Heimat von Helga Landsmann. Dort bildet sie junge Männer zu Schreinern aus. Nun ist die ehemalige Nürtinger Handball-Torhüterin jedoch schon seit elf Monaten in der Hölderlinstadt. Denn wegen der Corona-Krise ist die Rückreise nach Simbabwe nicht möglich. Das Projekt hat zudem seit März eine Zwangspause.

Die von Helga Landsmann in Simbabwe ausgebildeten Schreiner-Lehrlinge mit von ihnen gefertigten Stühlen. Die nächste Lehrlings-Generation musste nach zweieinhalb Monaten die Ausbildung abbrechen und wartet nun auf die Erlaubnis zur Rückkehr ins Internat.  pm
Die von Helga Landsmann in Simbabwe ausgebildeten Schreiner-Lehrlinge mit von ihnen gefertigten Stühlen. Die nächste Lehrlings-Generation musste nach zweieinhalb Monaten die Ausbildung abbrechen und wartet nun auf die Erlaubnis zur Rückkehr ins Internat. pm

Für Helga Landsmann ist es eine große Umstellung gewesen, sich wieder an das Leben in Deutschland zu gewöhnen. Denn in den vergangenen drei Jahrzehnten ist sie immer nur alle zwei Jahre mal für wenige Wochen zu Besuch in Nürtingen gewesen. Nun blickt sie aus 8000 Kilometern Entfernung sorgenvoll auf die Entwicklungen in ihrer Wahlheimat. Wann sie selbst wieder dort sein kann, steht aktuell noch in den Sternen. Ursprünglich wollte sie Mitte März wieder in Bulawajo im afrikanischen Simbabwe sein. Aber zu diesem Zeitpunkt waren die zehn Schreiner-Lehrlinge wegen des Corona-Ausbruchs im Land schon wieder heimgeschickt worden. Sie hatten ihre Ausbildung gerade erst im Januar begonnen. „Ich wollte dann im Juni fliegen“, erzählt Helga Landsmann. Der Flug wurde aber ebenso abgesagt wie der für September gebuchte. „Auch die Wiedereröffnung der Schule wird immer wieder verschoben“, bedauert sie. „Nun sind unsere Lehrlinge schon seit fünf Monaten daheim.“ Sie sind zum Teil in bis zu 460 Kilometern vom Ausbildungsinternat entfernten Dörfern zu Hause. „Die Lehrlinge wären derzeit lieber in der Ausbildung und würden was Sinnvolles tun“, sagt Helga Landsmann. Immerhin ist inzwischen geplant, die Ausbildung am Montag, 5. Oktober, wieder aufzunehmen.


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