Schwerpunkte

Region

„Ei, da kann er Buße tun!“

19.11.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

„Ei, da kann er Buße tun!“ Den kennen Sie höchstwahrscheinlich, diesen markanten Satz aus der „Häschenschule“. Vor meinem Auge sehe ich den strengen Hasenlehrer und den unterwürfigen kleinen Max, der seine Strafe gleich abbüßen wird. „In den Karzer muss er nun, ei, da kann er Buße tun!“ Was hat er ausgefressen? „. . . konnte heut sein Verschen nicht.“ Harmlose Sache, oder? Aber so stellen wir Menschen uns ja Buße meistens vor: Auf bekannt gewordene Schuld folgt Strafe. Statt Vergebung wird eine Form der Wiedergutmachung die Folge sein.

Pfarrerin Ute Werkmann-Eberhardt, Wolfschlugen
Pfarrerin Ute Werkmann-Eberhardt, Wolfschlugen

Die Bibel zeigt uns ein anderes Verständnis von Buße: Ich erkenne, was ich falsch gemacht habe, bereue meine Schuld und bekenne mich dazu. Buße führt nicht zur Strafe oder zur Forderung der Wiedergutmachung. Die Freude über die Vergebung macht Mut zu einem Neuanfang, ganz freiwillig und vor Freude, wie es die wunderbare Geschichte von Zachäus, dem Zöllner, erzählt. Im Galaterbrief 6, 1 finden wir eine Beschreibung dieses Bußverständnisses: „Wenn ein Mensch etwa von einer Verfehlung ereilt wird, so helft ihm wieder zurecht mit sanftmütigem Geist, die, die ihr geistlich seid; und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht werdest.“


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 39% des Artikels.

Es fehlen 61%



Region