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Die Windkraft und der Bundespräsident

08.06.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kai Hansen, Nürtingen. Zum Artikel „Region ringt mit Windkraftvorgaben des Landes“ vom 5. Juni. Ganzseitig wurde in der Nürtinger Zeitung die Windenergie problematisiert. Am nächsten Tag spricht sich der neugewählte Bundespräsident ebenfalls kritisch gegen eine „planwirtschaftliche Förderung“ der erneuerbaren Energien aus. So ein Unsinn. Was fehlt, um aufgeklärt umgehen zu können mit der Problematik der Energiewende, sind ausgewogene Fakten. Stattdessen wird subtil Stimmung gemacht gegen etwas Notwendiges. Die Kosten und die Lasten durch die Atomenergie sind zu keiner Zeit fair aufgerechnet worden, stets wurde nur deren Segen kommuniziert.

Nie hat ein Bundespräsident gegen das „planwirtschaftliche Monopol“ der Atomenergie geklagt. Es ist klar: Niemand soll gesundheitlich leiden müssen durch Leitungen, Windräder-Geräusche oder Funkmasten, schon gar nicht durch atomaren Fallout. Gleichzeitig müssen wir im Süden den Wind und andere erneuerbare Quellen stärken, damit wir unabhängiger und dezentral zu Energie kommen und uns nicht in der Abhängigkeit von den vier Monopolisten ins Abseits manövrieren.

Die Journalisten sollten sich nicht einspannen lassen, um eine erneute Abkehr vom Ausstieg emotional vorzubereiten. Wir brauchen für unsere Zukunft eine starke, innovative ökologische Technologie, die bei uns erfolgreich eingesetzt wird. Das hat Signalwirkung, nicht das Gemecker dagegen.


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