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„Die wenigsten Täter sind pädophil“

26.04.2019, Von Matthäus Klemke — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche (IV): Dr. Ursula Gasch erstellt psychologische Gutachten für Priester-Anwärter

Im vierten und letzten Teil unserer Serie zum Missbrauchsskandal sprechen wir mit der Tübinger Kriminologin Ursula Gasch. Seit 2003 erstellt sie für jeden Priesteramts-Anwärter in der Diözese Rottenburg-Stuttgart ein psychologisches Gutachten – seit 2018 auch für die Kandidaten im Bistum Mainz. Im Interview erklärt sie, warum die Kirche anziehend auf Sexualstraftäter wirkt.

Ursula Gasch war lange Zeit psychologische Beraterin für die Polizei bei schwersten Gewaltverbrechen. Foto: privat
Ursula Gasch war lange Zeit psychologische Beraterin für die Polizei bei schwersten Gewaltverbrechen. Foto: privat

Frau Gasch, was sind das für Leute, die Priester werden wollen?

Es sind Männer jeglichen Alters. Der Jüngste, mit dem ich gesprochen habe, war 17. Dementsprechend unterschiedlich sind die Gründe für den Berufswunsch. Manche waren schon jahrelang in einem anderen Beruf tätig, lebten in Partnerschaften und nichts davon brachte ihnen die gewünschte Zufriedenheit. Junge Anwärter haben oft hohe christliche Ideale, oft durch das Elternhaus mitgegeben. Die Leute unterscheiden sich auch sehr was die Bildung, Reife und Kommunikationsfähigkeit angeht.


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