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Die Kriegstreiber von nebenan

21.04.2011, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ARD zeigt Dokumentarfilm über die in Deutschland verhafteten Ruander

(swr/red) Am 4. Mai beginnt am Stuttgarter Oberlandesgericht der Prozess gegen die beiden im November 2009 verhafteten mutmaßlichen ruandischen Rebellenführer. Zum Prozessauftakt zeigt die ARD, ebenfalls am 4. Mai, 23.30 Uhr, eine SWR-Dokumentation von Susanne Babila, der die Opfer zu Wort kommen lässt – Kindersoldaten, junge Mädchen, die vergewaltigt wurden, und entwaffnete Söldner des Terrorregimes, die den Angeklagten Ignace M., ihren ehemaligen Führer, im Kongo getroffen haben.

Der Ruander Ignace M. war bis zu seiner Verhaftung in Deutschland Präsident und politischer Führer der Hutu-Miliz FDLR, der sogenannten demokratischen Befreiungsfront Ruandas. Er lebte unbehelligt in Mannheim und soll den Krieg im Kongo per Laptop und Handy gesteuert haben. Das behauptet die Anklage: Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen. Auch sein Stellvertreter, Straton M., lebte viele Jahre als netter Nachbar in Neuffen. Der Film von Susanne Babila fragt, warum deutsche Behörden nicht früher auf Hinweise reagiert haben. Und er zeigt, womit sich die Rebellen finanziert haben: mit Gold, Zinn und Coltan, das auch über deutsche Firmen auf den Markt kommt.


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