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Die Geschichte von Sankt Martin neu aufgeführt

16.11.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bei stürmischen Wetter haben sich in Neuffen 150 Kinder und Erwachsene mit ihren Laternen aufgemacht zur evangelischen Martinskirche. Dort konnten sie Sankt Martin und seine Soldaten am Feuer sitzen sehen. Die Geschichte spielt im Jahr 334 in der Nähe von Amiens in Gallien. Martin macht mit seinen Soldaten eine Pause nach einem langen Fußmarsch. Nach einem kurzen Anspiel zogen die Soldaten und Martin weiter, hoch zur katholischen Kirche Sankt Michael. Martin ritt mit seinem Pferd allen voran. Im Kirchhof entdeckt er einen Bettler und teilt mit ihm seinen Mantel, so muss der Bettler nicht erfrieren. Mit einem gemeinsamen Gebet von Vikar Schneider und dem Segen von Pfarrer Mutombo endete der Martinsritt. Auch anderswo wurde an den heiligen Martin gedacht. So beispielsweise im Roßdorf in Nürtingen. Dort spielen die beiden Stephanusgemeinden, die evangelische und die katholische, schon seit Jahren gemeinsam die Geschichte nach. Auch im Roßdorf gehört ein kleiner Laternenumzug dazu. Pfarrerin Kook und Pastoralreferent Holzbauer bezeichneten Martins Bereitschaft, die Hälfte seines Mantels abzugeben, als vorbildlich für die heutige Zeit. Die Erinnerung festzuhalten passe zur Aktion „Teilen im Roßdorf“: Seit drei Jahren werden von der evangelischen Kirche Familien unterstützt, die an der Armutsgrenze leben. pm

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