Schwerpunkte

Region

Die Doppelverdiener

11.07.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Claudia Stehr, Nürtingen. Zum Artikel Vielfalt der Kinderbetreuung vorgestellt vom 8. Juli. Frau Stadler-Baum vom Tageselternverein Nürtingen bemerkte, dass es volkswirtschaftlich nicht sinnvoll sei, dass Frauen zu Hause bleiben, nur weil sie sich die Kinderbetreuung nicht leisten können. Dem stimme ich zu.

Fragwürdig im (gemeinde-)wirtschaftlichen Sinn scheint mir dagegen die Aussage von Seiten des KUSS, dass die Stadt mit den stark gestaffelten Gebühren (für die beiden städtischen Kinderhäuser) die sozial Schwachen fördern will, nicht aber die Doppelverdiener.

Vor diesem Hintergrund scheint es nämlich überhaupt nicht attraktiv, seine Ausbildung oder sein Studium zu einem raschen Ende zu bringen, um dann höher qualifiziert einen einträglicheren Beruf auszuüben. Auch das Glück, als vormals Alleinerziehende/r einen neuen Partner gefunden zu haben und dieses dann mit dem Gründen einer Wohn- oder Ehegemeinschaft zu krönen, verliert schnell an Glanz. Kaum werden nämlich die Einkommen der beiden neu Vereinten addiert, rutscht man auch als Anderthalb-Verdiener schnell in die höchste Gebührenstufe des Kinderhauses. Das Gehalt des einen Partners fließt fürderhin vollständig als Kinderbetreuungsgebühr in die Stadtkasse. Da rahmt man sich die Diplomurkunde doch lieber ein und bleibt zu Hause.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 50% des Artikels.

Es fehlen 50%



Region