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Das Ereignis hieß Franz Schubert

28.04.2005 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sehr gut besuchtes Konzert in der Kreuzkirche - Das Trio Ondine musizierte

NÜRTINGEN. Wie die Kaderschmieden der Akademien des Ostens Pianisten ins Musikleben katapultieren, so kommen aus den Musikhochschulen des Westens Kammermusik-Ensembles. Die meisten von ihnen nehmen ein trauriges Ende. Mit dem hellen Licht eines Kometen tauchen sie am Firmament der Konzertsäle auf, um nach kurzem Aufglühen wieder in die Schattenwelt einzutauchen und zu verlöschen, als habe es sie nie gegeben. Das dänisch-norwegisch-schwedische Trio Ondine, das am Montag in der Nürtinger Reihe der Meisterkonzerte in der Kreuzkirche musizierte, hat nach fünf Jahren die größten Anlaufschwierigkeiten hinter sich gebracht. Der Schub, der sie dabei beflügelte, besteht aus so vielen Preisen und Auszeichnungen, dass sie fast die ganze Seite eines Programmheftes füllen.

Zum Auftakt spielten die Skandinavier das Trio all’Ongarese, ein sehr eingängiges Stück mit einem geradezu zigeunerisch-ausgelassenen Finale, voller Witz, Temperament und einem wirbelnden Gusto, als höre man keinen Haydn, sondern einen für Trio-Besetzung umgeschriebenen ungarischen Tanz von Brahms. Die Instrumentalisten exekutierten das Werk, wie den folgenden Mozart, mit klassischer Zurückhaltung und Ausgewogenheit. Der Ton blieb klar, nie expandierte er in die Breite, ins Schrille oder ins unkontrollierte Forte. Stets blieb die natürliche Balance zwischen Violine (Erik Heide), Violoncello (Jonathan Slaatto) und Klavier (Martin Hansen) erhalten.


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