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Bürger zahlen Lärmschutz selbst

07.10.2005 00:00, Von Nicole Mohn — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Interessengemeinschaft erfährt bei landesweit einmaligem Projekt viel Solidarität

GROSSBETTLINGEN. Wenn Dimitris Kephalidis im Sommer mit Freunden und Familie im Garten seines Hauses sitzt, kann er das nur selten genießen. Nur wenige Meter vom Grundstück entfernt passiert die B 313 sein Haus. „Jedes Mal, wenn ein Lastwagen vorbeikommt, müssen wir das Gespräch unterbrechen.“ Und die kommen hier oft vorbei. An die 14 000 Fahrzeuge pro Tag rauschen aktuellen Zählungen zufolge einen Steinwurf von den Häusern in der Teckstraße vorbei. In einer einzigartigen Aktion stellen die Anwohner der Gartenstraße, Am See und der Teckstraße nun die Finanzierung für eine Lärmschutzwand auf die Beine. Dabei erfuhr die Interessengemeinschaft (IG) „Lärmschutzwand“ in den zurückliegenden Tagen und Wochen eine große Solidarität.

Als die Siedlung Anfang der 60er Jahre entstand, da war die heute stark befahrene Verkehrsachse zwischen Metzingen und Nürtingen eine harmlose kleine Kreisstraße. Damit ist es seit der Hochstufung zur Bundesstraße vorbei. „Seit die Metzinger Umfahrung offen ist und die Lkw-Maut greift, merken wir das besonders“, sagt Kai Graewer von der IG. Das hat sich inzwischen auch auf die Immobilienwerte niedergeschlagen. „Eine Nachbarin versucht seit einem Jahr, ihr Haus zu verkaufen – keine Chance“, sagt Erika Schreck, die mit ihrer Familie ebenfalls in der Teckstraße lebt.


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