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Brot und Dätscher waren beim Liederkranz heiß begehrt.

29.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Keine Vereinsveranstaltungen, keine Dorf- und Fleckenfeste – das Corona-Virus und seine Folgen sorgen auch für Ebbe in so mancher Vereinskasse. Was tun? Diese Frage hat sich auch der Liederkranz Frickenhausen gestellt. Die Antwort: Eine Dätscher- und Brotbackaktion, die am Samstag auf dem Anwesen von Reiner Feuchter auf große Resonanz stieß. Der Liederkranz-Vorsitzende und die Chormitglieder hatten im Vorfeld lange überlegt, wie die fehlenden Einnahmen aus dem abgesagten Fleckenfest kompensiert werden könnten. Da der Verein im Besitz eines Elektobackofens ist, entstand die Idee mit dem Brot- und Dätscher-Verkauf auf Vorbestellung. Mit der Gemeindeverwaltung und dem Wirtschaftskontrolldienst wurden notwendige Hygienevorschriften abgeklärt. Weil die Nachfrage so groß war, wurde bereits am Freitag mit Brotbacken begonnen. Zusätzlich zum vereinseigenen Backofen stellte Sängerin Ilse Keller ihren Elektrobackofen sowie eine Teigmaschine zur Verfügung. Am Samstag musste Vorsitzender Feuchter früh aufstehen. „Auf 2 Uhr habe ich den Wecker gestellt, um die Öfen einzuschalten“. Zweieinhalb Stunden später kamen die Hobbybäckerinnen, die Brot und später Dätscher in den Ofen schoben. Wer seine Bestellung nicht selbst abholen konnte, für den bot der Liederkranz einen Lieferservice an. „Die Mühe hat sich gelohnt“, freut sich Liederkranz-Vorsitzender Feuchter über das Endergebnis und das Engagement der Sängerinnen. „Es war ein anstrengender Tag, aber am Ende waren alle glücklich.“ Unterstützung gab es von Gemeinde und Feuerwehr unter anderem mit Zelten. Vielleicht, so hofft man beim Liederkranz, kann die nächste Backaktion in der Frickenhäuser Kelter stattfinden. ali/Foto: Holzwarth

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