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Betörende Musik zum Todestag

30.07.2005 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jens Schreiber musizierte vorgestern zu Ehren des großen Bach

NÜRTINGEN. Eine ganz exquisite Trauermusik führte Bezirkskantor Jens Schreiber am Abend des 255. Todestages Johann Sebastian Bachs auf. In der Stadtkirche St. Laurentius lauschte eine ergriffene Schar von Jüngern des Thomaskantors den Klängen bekannter Orgelwerke ihres Meisters. Doch nicht eine melancholische Stimmung hervorzurufen war das Anliegen des Virtuosen, nein, sein Verdienst bestand in der Wiedererweckung der Kompositionen, die in einer bewundernswerten Lebendigkeit zu Gehör kamen.

Bach und dessen Umfeld vergegenwärtigten die Lesungen Rose Heimgärtners, die sich um die Wiedergabe teils zeitgenössischer, teils biographischer oder werkgeschichtlicher Zeugnisse verdient machte.

Voller Düsternis erhoben sich wehklagend die ersten Klänge aus dem Instrument, keine Frage, Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 eignen sich vortrefflich, eine morbide Aura heraufzubeschwören. Doch Schreiber ging es nicht um kontemplativen Effekt, vielmehr um ein Herantasten an musikalische wie theologische Aussagen.

Eben deshalb sind Bachs Tonschöpfungen fordernd für Interpret wie Hörer: Kein noch so glänzendes Herunterspielen wäre tolerabel, ebenso wenig könnte man sich entspannt zurücklehnen und berauscht die Gedanken schweifen lassen. Nein, hier ist Konzentration vonnöten, ist jeder Ton zu verfolgen.


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