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Banken übers Ohr gehauen

17.10.2009 00:00, Von Bernd S. Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

aus Wernau stehen vor Gericht

WERNAU. Wieder haben die Wirtschaftsrichter des Stuttgarter Landgerichts mutmaßliche Immobilien-Betrüger am Wickel. Ein 39-jähriger Kaufmann aus Wernau, ein 60-jähriger Steuerberater aus dem Kreis Böblingen und zwei weitere Wernauer Kaufleute sollen vor zehn Jahren in 28 betrügerischen Immobiliengeschäften mit überteuerten Eigentumswohnungen verschiedene Banken um 1,7 Millionen Euro geschädigt haben.

Der Trick, schnell zu Bargeld zu kommen, ist bei dem sogenannten „Kick-back“-Verfahren im Immobilienbereich recht einfach: Neun Jahre nach der Wende, im Jahre 1998, sollen die Angeklagten in einer zuvor gegründeten Bürogemeinschaft in Erfurt preisgünstige Altbauwohnungen aufgekauft haben. Als Abnehmer für diese Immobilienobjekte wurden dann Interessenten gesucht, die man im Kreis hoch verschuldeter Familien in Süddeutschland und in der Schweiz fand.

Ihnen haben dann die Angeklagten laut den Vorwürfen die Wohnungen zu einem weitaus höheren Preis, meist um das Doppelte, verkauft, als sie selbst investiert hatten. Man ließ die Wohnungen durch Banken finanzieren, und habe, so die Anklage weiter, die Banken über die wahren finanziellen Situationen der Käufer getäuscht, indem man die „Selbstauskünfte“ schlicht gefälscht hatte. Eigenkapital sei erfunden worden, Verbindlichkeiten und Schulden wurden verschwiegen, sagt die Anklage.


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