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Bärtierchen: Meister des Überlebens

05.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

STUTTGART (dpa). Geparden können schnell rennen. Und Elefanten sind unglaublich stark. Aber mit den winzigen Bärtierchen kann es keiner aufnehmen. Denn sie sind härter als alle anderen Tiere. Sie brauchen nämlich wochenlang nichts zu trinken trotzdem werden sie nicht krank oder sterben. Auch tiefe Temperaturen von bis zu minus 200 Grad Celsius machen ihnen nichts aus, das ist sehr ungewöhnlich, sagt Ralph Schill und bückt sich. Jetzt kniet der Biologe von der Universität Stuttgart am Boden. Mal schauen, ob wir hier ein Bärtierchen finden. Freilebende Bären mitten in der Stadt Stuttgart? Ist das gefährlich? Nein, sagt der Forscher und lacht. Bärtierchen sind winzige Gliedertiere, nur etwa einen Millimeter groß.

Mit einem Holzstäbchen in der Hand kratzt er Moos aus den Ritzen einer Gehwegplatte. Das Moos nimmt er mit in sein Labor. Unter dem Mikroskop entdeckt er ein paar Minuten später einige Bärtierchen. Die sehen wirklich wie kleine Bären aus. Etwas dicklich sind sie und laufen tapsig herum, auch wenn sie acht statt vier Beine haben. Doch nicht ihr putziges Aussehen interessiert den Forscher, sondern das Geheimnis der Überlebenskünstler. Wie schaffen sie es, in der Sommerhitze nicht zu sterben, auch wenn sie fast völlig ausgetrocknet sind?, fragt Ralph Schill und kratzt sich am Kopf.


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