Schwerpunkte

Region

Bären und Probleme

30.06.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Markus Eppinger, Köngen. Die Wege des Braunbären Bruno im deutsch-österreichischen Grenzgebiet sind in den letzten Wochen von der Bevölkerung mit großem Interesse verfolgt worden. Deswegen ist derzeit die Diskussion im Gange, ob sich die bayerischen Alpen als Lebensraum für Großraubwild eignen und ob man in Deutschland den Bär als einheimisches Wildtier akzeptiert oder nicht.

Ich finde, eine natürliche Wiederbesiedelung der Alpen durch den Braunbär ist prinzipiell zu begrüßen, solange die Bären ein normales Verhalten zeigen. Aufgrund der Tatsache, dass Bruno offensichtlich die Scheu vor menschlichen Siedlungen verloren hat, kann man darüber streiten, ob es sich nun um einen so genannten Problembären handelt oder nicht. Ein Abschuss ist aber erst dann zu rechtfertigen, wenn der Bär kein natürliches Fluchtverhalten bei einem Zusammentreffen mit einem Menschen auf kurzer Distanz mehr zeigt oder er tagsüber in Siedlungen eindringt.

Dass aber ein Bär aufgrund nächtlicher Übergriffe auf Schafherden zum Abschuss freigegeben wird, ist für mich nicht nachvollziehbar. In anderen europäischen Ländern wie Italien und Frankreich wurde im Falle eines Bärenrisses an Nutztieren ein Entschädigungssystem geschaffen, welches den finanziellen Schaden ersetzt. Von der bayerischen Regierung wurde aber in diese Richtung nichts unternommen.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 40% des Artikels.

Es fehlen 60%



Region