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Aufbruch in die Kelten-Zeit

07.07.2015 00:00, Von Kirsten Oechsner — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wer sein Leben lang auf die Erdwälle geblickt hat oder beim Pflügen auf eine kleine Scherbe gestoßen ist, für den erschließt sich die Bedeutung des Heidengrabens nicht unbedingt. „Die Dimension des Oppidums kann man sich kaum vergegenwärtigen“, so Roman Weiß, Bürgermeister von Erkenbrechtsweiler, bei der Bürgerinformation in der Hülbener Rietenlauhalle.

Info

Kosten des Projekts

Die Gemeinderäte aus Hülben, Grabenstetten und Erkenbrechtsweiler haben der Realisierung des Erlebnisfeldes zugestimmt, die Kosten werden mit 4,45 Millionen Euro veranschlagt. Aus öffentlichen Mitteln rechnen die Kommunen mit einem Zuschuss von zwei Millionen Euro, über Sponsoren oder Spenden werden 1,3 Millionen Euro erwartet. Die Eigenmittel der drei Gemeinden belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro, verteilt auf drei Haushaltsjahre ab 2016. Nicht enthalten sind die Kosten für einen notwendigen Kreisel am Burrenhof, die Aufwertung des Keltenmuseums in Grabenstetten und eines Grubenhauses für experimentelle Archäologie auf Hülbener Gemarkung.

ERKENBRECHTSWEILER. „Es haben dort mehr Menschen gelebt als die heute 6500 Bürger in den drei Gemeinden zusammen.“ Dieses geschichtliche Potenzial wolle man interkommunal im Sinne eines sanften Tourismus, der die Kulturlandschaft würdigt, nutzen. Es werde kein Freizeitland oder eine Asterix-und-Obelix-Welt erschaffen, auch ist laut Weiß nicht an ein klassisches Museum gedacht: Auf wissenschaftlicher Grundlage soll ein Erlebnisfeld Heidengraben entstehen mit einem Heidengrabenzentrum als Mittelpunkt und einem Ballon als extravaganter Aussichtspunkt.


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