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Auf Jakobs Wegen

11.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

NECKARTENZLINGEN (ma). Der Gemeindesaal unter der katholischen Kirche war vor Kurzem bis auf den letzten Platz besetzt, als der Jakobpilger Alfons Grupp aus Wernau von seiner Reise berichtete. Am Aschermittwoch des Jahres 2003 war Alfons Grupp von seiner Haustüre aus in Wernau aufgebrochen, um dann nach 100 Tagen manchmal recht beschwerlichen Fußmarsches an Pfingsten die Kathedrale, das Heiligtum des Apostels Jakob, in Santiago de Compostela zu erreichen. Es sei schon immer sein Traum gewesen, eine große Pilgerreise zu unternehmen, und der Eintritt in den Ruhestand als Beginn eines neuen Lebensabschnitts habe sich als der ideale Zeitpunkt erwiesen, so Alfons Grupp. Der Referent schilderte seine Pilgerschaft als eine Reise voller interessanter und in die innere Tiefe gehender Eindrücke und Begegnungen. Sein Weg führte durch eine hautnah erspürte Natur, vorbei an vielen Denkmälern christlicher und abendländischer Kulturgeschichte. Besonders beeindruckend Cluny in Burgund, einst Ausgangspunkt bedeutender Klosterreformen und eines der einflussreichsten religiösen Zentren des Mittelalters. Allem voran aber waren es die Begegnungen mit den Menschen, die einen tiefen Eindruck bei Alfons Grupp hinterlassen haben. In vielen kleinen Anekdoten schilderte er, wie er als völlig Fremder fast immer herzlich aufgenommen wurde. Sei es bei einem 86-jährigen Pfarrer in Frankreich, der mit ihm sein karges Mahl teilte, oder der Besitzer eines kleinen Kolonialwarenladens, der ihn zu seiner Familie nach Hause eingeladen hatte und dann großartig bewirtete. Alfons Grupp schilderte aber auch die Strapazen seiner Pilgerreise. Mit Etappen von bis zu 60 Kilometer am Tag sei er oft am Ende seiner Kräfte gewesen. Auch ein plötzlicher Kälteeinbruch habe ihm schwer zu schaffen gemacht. Letztendlich sei diese Pilgerschaft auch eine Begegnung mit sich selbst und dem eigenen Lebensweg gewesen. Wenn es Hindernisse gab, so waren diese nicht unüberwindbar.


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