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Angeklagter muss in Therapie

30.07.2015 00:00, Von Bernd S. Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Angriffe gegen die Ehefrau – Täter ist schuldunfähig

GROSSBETTLINGEN. Der Mann, der in Großbettlingen seine Ehefrau mit einer Axt bedrohte, sie beleidigte und einmal am Hals würgte, handelte im Zustand eines paranoiden Wahns. Das Stuttgarter Landgericht wies den 50-Jährigen jetzt wegen Schuldunfähigkeit in die Psychiatrie ein, setzte diese Anordnung aber zur Bewährung aus, um dem Mann eine ambulant psychiatrische Behandlung in Freiheit zu ermöglichen.

Dass der Beschuldigte an einer schwerwiegenden psychischen Krankheit seit Jahren leidet, davon hatten sich die Richter der 18. Großen Strafkammer am Stuttgarter Landgericht in dem Verfahren durch einen Sachverständigen überzeugen lassen. Bereits vor fünf Jahren befand sich der Beschuldigte wegen eines paranoiden Schubs in einer Klinik, weil er befürchtete, er werde abgehört und die Gefahr drohe ihm aus Richtung seiner getrennt von ihm lebenden Ehefrau. Diese hatte er damals mit einem Messer bedroht und laut den früheren Arztberichten sogar einmal mit Benzin übergossen und im Wahnzustand zu verbrennen versucht (wir berichteten).

Nur weil er die damals verordneten Medikamente eigenmächtig abgesetzt hatte, kam es dann zu den neuen Vorfällen vom Mai und Juli vergangenen Jahres in Großbettlingen. An die Vorgänge selbst konnte sich der 50-Jährige in seinem Stuttgarter Prozess kaum noch erinnern.

Medikamente eigenmächtig abgesetzt


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