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Am Computer gesündigt

19.05.2009 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vater und Sohn wurden wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz verurteilt

Das Internet ist kein Selbstbedienungsladen. Diese Erfahrung mussten ein Handwerker und sein Sohn machen. Wegen Verstoßes gegen das Urheberrechtsgesetz verurteilte das Nürtinger Amtsgericht den Vater zu einer Geldstrafe von 3600 Euro, den Sohn zu 1500 Euro.

NÜRTINGEN. Beide hatten auf jeweils eigenen Rechnern Softwareprodukte im Wert von 50 000 Euro heruntergeladen und vervielfältigt. Warum sie es taten, war weder der Sinn der Anklage, noch wurde es bei dem Verfahren besonders behandelt. Angesichts der Mühe, die sie sich mit dem Herunterladen und dem Kopieren der Programme machten, darf sicher davon ausgegangen werden, dass sie entweder ein Geschäft damit machten oder damit machen wollten. Komplizierte Programme zu Sonderpreisen finden sehr wohl ihre Abnehmer.

Die Angeklagten waren offenkundig auf einen Zusatzverdienst aus. Dabei ist die in einer Kreisgemeinde wohnende Familie finanziell nicht schlecht gestellt. Der Vater verdient 1500 Euro netto im Monat, die Mutter bringt zusätzlich 1700 Euro netto im Monat nach Hause. Der Sohn studiert Informatik im zweiten Semester, dürfte also schon von seinem Studium her mit der Materie sehr vertraut sein. Er jobbt auf 400-Euro-Basis und wohnt daheim.


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