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Altenriet möchte mehr Geld vom Landratsamt

28.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

ALTENRIET (lcs). Die Gemeinde Altenriet hat Berater Rüdiger Moll von M-Kommunal damit beauftragt, eine Kalkulation für die drei Obdachlosen- und Flüchtlingsunterkünfte in der Gemeinde zu erstellen. Die Verwaltung hatte den Verdacht, dass sie beim Landratsamt zu geringe Nutzungsgebühren verlangt hat. Dies wird vom Ergebnis der Berechnungen bestätigt, die Moll am Dienstagabend in der Gemeinderatssitzung vorstellte. In der Vorauskalkulation für drei Jahre bis zum 31. Dezember 2022 kommt der Berater für die drei Unterkünfte in Altenriet bei voller Belegung auf ansetzbare Kosten durch Material- und Personalaufwendungen sowie Abschreibungen und Zinsen von insgesamt rund 212 000 Euro, die sich auf rund 69 000 Euro im Jahr 2020 sowie über 70 000 Euro im Jahr 2021 und über 72 000 Euro im Jahr 2022 zusammensetzen. Gegenüber dem Landratsamt als Nutzer bestehe dieser Anspruch, so Moll. Er kalkuliert pro Zimmer je nach Größe zwischen 320 und 618 Euro pro Monat und kommt damit in der Summe auf 5868 Euro monatlich. Bisher würde die Gemeinde Altenriet jedoch nur 2383 Euro ansetzen. „Diese neue Summe könnten wir dem Landkreis in Rechnung stellen“, resümierte Bürgermeister Bernd Müller. Gemeinderat Ralf Vohrer wollte wissen, ob die Erhöhung auch rückwirkend geltend gemacht werden könne, was Moll verneinte. „Gebühren kann man nur für die Zukunft beschließen.“ Als Gebührenobergrenze hat er für die drei Unterkünfte zwischen 20,94 und 22,29 Euro pro Quadratmeter errechnet. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, die Gebührensatzung entsprechend zu ändern.

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