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"Aids bleibt weiterhin eine tödliche Krankheit"

12.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Interview mit Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: Für manche ist ungeschützter Sex ein Kick wie russisches Roulette

Vor 20 Jahren beherrschte Aids die Schlagzeilen. Angst, ja gar Panik und Hysterie machten sich breit. Viele befürchteten, sich schon durch einen Kuss oder (als Mediziner oder Helferin) bei der Zahnbehandlung eines Infizierten die tödliche Krankheit zuziehen zu können. Die intensive und tabulose Aufklärungspolitik der damaligen Gesundheitsministerin Rita Süßmuth hat dazu geführt, dass diese Seuche der Neuzeit in Deutschland so im Zaum gehalten werden konnte wie wohl kaum anderswo. Und dennoch gibt es auch hier keinen Grund, sich selbstzufrieden zurückzulehnen. Immer mehr Menschen geben sich jetzt auch hierzulande dem fatalen Irrtum hin, auch mit Aids lasse es sich im Grunde ganz gut leben. Nicht zuletzt davor warnt die heutige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt im Gespräch mit unserem Redaktionsmitglied Jürgen Gerrmann.

nVor der Verleihung des Medienpreises der Aids-Stiftung in der Paulskirche haben Sie vor der neuen Sorglosigkeit bei Aids gewarnt. Was macht Ihnen denn als Ministerin Sorgen?

Dass die Zahl der Neuinfektionen nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa ansteigt, obwohl immer mehr in Aufklärung investiert wird. Aus Umfragen wissen wir, dass fast alle die Infektionswege kennen.


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