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Zum Sterben Ja sagen können

07.07.2009 00:00, Von Jürgen Gerrmann — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Esslinger Kreiskliniken richten Koordinationsstellen für schmerzfreie letzte Lebensphase ein

An den Kreiskliniken wird eine Koordinationsstelle eingerichtet, die schwerstkranken Menschen ein möglichst schmerzfreies Dasein bis zum Tod ermöglichen soll.

Dafür stellte der Sozialausschuss des Kreistages in seiner jüngsten Sitzung für die nächsten beiden Jahre je 25 000 Euro zur Verfügung, um „während einer Übergangsphase die Vernetzung in Gang zu bringen“. Einstimmig. Denn die Not, die dahinter steckt, wurde von allen Fraktionen gesehen.

„Trotz des medizinischen Fortschritts stirbt noch jeder zweite Mensch mit unnötigen Schmerzen“, beklagte zum Beispiel Gerlinde Ziegler aus Plochingen für die CDU. Sie bekannte sich zur „spezialisierten ambulanten Palliativ-Versorgung“, wie es im Fach-Chinesisch heißt. Die beruhe auf einem ganzheitlichen Konzept, die auch seelische Betreuung umfasse, die Familie mit einbeziehe und den Tod weder beschleunige noch hinauszögere. Dadurch könne das Ja zum Sterben an die Stelle des Wunschs nach Sterbehilfe treten.

Sehr lobenswert sei es auch, dass die Devise „ambulant statt stationär“ laute: „Die meisten Menschen wollen in ihrer vertrauten Umgebung sterben.“ Allerdings sei darauf zu achten, dass die verschiedensten Dienste auf diesem Sektor „möglichst eng zusammenarbeiten, statt auch hier zu konkurrieren“.


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