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Nürtingen

Wilhelm I.

22.08.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wilhelm I.

Mit der Neugründung des Deutschen Reiches 1871 schaffte man sich auch wieder einen Kaiser an. Es wurde Wilhelm I. von Preußen, 1797 geboren. Ganz im Sinne der preußischen Vorliebe fürs Militärische wurde Wilhelm bereits als Zehnjähriger Offizier. Das Durchgreifen wurde ihm zur Natur: im Zuge der März-Revolution von 1848 ließ er das Militär aus Berlin abziehen und die Stadt mit Kartätschen (mit Kugeln gefüllte Artilleriegeschosse) sturmreif schießen. Daraufhin bekam er den wenig netten Beinamen Kartätschenprinz. Er war bei den Anhängern der Revolution derart verhasst, dass er erst einmal vom König nach London geschickt wurde, um aus dem Weg zu sein. Nach dem Tode seines Bruders Friedrich Wilhelm IV. wurde Wilhelm König von Preußen. Immer an seiner Seite: Otto von Bismarck. Der riet ihm auch, sich mit Österreich anzulegen. Ein guter Rat, denn der Sieg 1866 über Österreich sicherte Preußen die Vormacht. Nach dem gewonnenen Krieg gegen Frankreich ließ sich Wilhelm 1871 im Spiegelsaal zu Versailles die Krone aufsetzen was auch Bismarcks Idee war. Mit zunehmendem Alter konnte das Volk Wilhelm immer besser leiden, auch wenn auf ihn vier Attentate verübt wurden und sich die Bezeichnung der Große nicht so recht durchsetzen wollte. Mit Eigenschaften wie Unaufdringlichkeit und Treue verkörperte er das alte Preußen, was mancher vielleicht ganz heimelig fand. Wilhelm starb 1888 kurz vor seinem 91. Geburtstag. bg


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