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Nürtingen

Wie aus fünf Euro Strafe 1200 wurden

17.12.2012 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Facharbeiter wegen Beleidigung verurteilt – Er will sich nichts mehr gefallen lassen

NÜRTINGEN. Manche würden ihn wohl als Querulanten, andere vielleicht als Prinzipienreiter bezeichnen. Er selbst definierte sich als „Lamm, das zu einem wilden Stier geworden ist“. Er habe den Kragen voll, sagte er, er lasse sich nichts mehr gefallen. Vorläufig hat er es so weit gebracht, eine Verwarnung für fünf Euro auf eine Strafe von 1200 Euro anschwellen zu lassen.

Die neuerliche Pechsträhne, es gibt viele in seinem Leben, begann an einem sonnigen Herbsttag. Als er sein Haus verließ, fand er ein Knöllchen unter den Scheibenwischer geklemmt. Es war eine Verwarnung über fünf Euro. Er hatte sein Auto entgegen der Fahrtrichtung abgestellt. Sogleich griff er zu seinem Handy und rief den Herrn vom Gemeindevollzugsdienst an, der für die Bescherung gesorgt hatte. Es kam zu einem gereizten Dialog. Der Autobesitzer sah nicht ein, warum er seine Maschine nicht gegen der Fahrtrichtung abstellen dürfe; der Rathausmitarbeiter berief sich auf seine Vorschriften, das sei nun mal so.

„Sie sind ein A . . .“, beendete der Falschparker das Gespräch. Das nun wollte sich der Mann vom Vollzugsdienst nicht gefallen lassen, Er werde so oft beschimpft, das gehe ihm längst über die Hutschnur. Also erstattete er Anzeige wegen Beleidigung.


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