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Wehrpflicht

19.08.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) Die Wehrpflicht, wie man sie kennt, steht vor gewaltigen Veränderungen. Seit August dauert der Wehr- und Ersatzdienst nur noch sechs Monate. Im kommenden Jahr könnte der Pflichtdienst sogar ganz wegfallen und durch eine Art freiwillige Selbstverpflichtung ersetzt werden. Schon heute werden immer mehr junge Männer ausgemustert. Offiziell waren im Jahr 2008, über 42 Prozent der knapp 460 000 gemusterten Männer untauglich. Für die Eignungsuntersuchung an sich interessiert sich heute niemand mehr, außer vielleicht Statistiker.

Im Jahr 1959 war das anders. Die junge Bundeswehr musterte fleißig, schließlich war der Personalbedarf groß und das Feindbild klar definiert. Und eine Musterung, noch dazu vor Ort, war ein berichtenswertes Ereignis. In unserer Zeitung wurde in der Ausgabe vom 28. Februar 1959 der Militäruntersuchung in der Nürtinger Stadthalle sogar ein größerer Artikel gewidmet. „Niemand vom Wehrdienst freigestellt“, lautete die Überschrift. „Wie auch bei den vorhergegangenen Musterungen konnte diesmal eine gewisse Wehrfreudigkeit bei den angehenden Rekruten festgestellt werden“, berichtete der NZ-Reporter in zackigem Ton. Erhärtet werde dies durch die Tatsache, dass sich wieder verschiedene Wehrpflichtige zum vorzeitigen Dienst bei der Bundeswehr gemeldet hätten. „Vor allem diejenigen Angehörigen des Jahrgangs 1938, die bei Luftlandetruppen Dienst tun wollen, erklärten sich zu 18-monatigem Dienst bereit“, so der Verfasser weiter. Von Verweigerern war übrigens an keiner Stelle die Rede.


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