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Was drängt zur Eile?

19.07.2011 00:00, Von Uwe Gottwald — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Beispielgebend sollte er sein, der Runde Tisch als Vermittlungsplattform zwischen Befürwortern und Gegnern der geplanten Bebauung des Wörth-Areals. Nach drei Sitzungen hatte man auch den Eindruck, dass sich die verhärteten Fronten gelockert hatten. Dass vor einer Beschlussfassung die Auswertung der Ergebnisse des Runden Tisches nicht der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen, trägt jedoch nicht zu einem vertrauensvollen Umgang miteinander bei. Dass gleichzeitig auch noch vor der Sommerpause das Hochwasserschutzkonzept der Stadt mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 13 Millionen Euro zur Debatte stehen soll, torpediert das Ringen um eine Lösung für das Wörth-Areal geradezu. Der Alternativplan des Forums Wörth hebt auf mehr Freiflächen entlang dem Neckarufer ab, die auch als Rückhalteraum für Neckarhochwasser dienen könnten. Die beim Runden Tisch im Konsens geforderte Stadtentwicklungsplanung kann ebenfalls nicht ohne die Hochwasserschutzpläne im Zentrum des Stadtgebiets behandelt werden.

Dazu müsste jedoch die Hochwassergefahrenkarte öffentlich diskutiert werden, um entscheiden zu können, welche städte- und landschaftsplanerischen Lösungsansätze in den Hochwasserschutz einfließen könnten. Sich vorschnell auf ein Planungsbüro festzulegen, kann die Chancen dazu im wahrsten Sinne des Wortes verbauen. Rein wasserbauliche Lösungsansätze, wie in der Vergangenheit meist landauf, landab vorgelegt, müssen nicht immer für das Landschafts- und Stadtbild die besten sein, wie auch die Pläne zu einem bis zu sechs Meter hohen Damm quer durch das Tiefenbachtal zeigen. Die Bevölkerung ist mehr denn je für solche Fragen sensibilisiert, und auch die Stadtkämmerer sollten es sein. Bäche und Flüsse zurückzuhalten, wird mit aufwendigen Bauten immer teurer. Retentionsvolumen könnte mit anderen Ansätzen vielleicht auch günstiger geschaffen werden.


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