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Waffen und Munition gehortet

28.06.2011 00:00, Von Günter Schmitt — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Mitglied eines Schützenvereins stand in Nürtingen vor dem Kadi

NÜRTINGEN. Nach dem Amoklauf von Winnenden und seinem blutigen Ende in Wendlingen ist nichts mehr wie vorher. Die Ereignisse haben sich auch auf die Arbeit der Polizei niedergeschlagen. Wenn heutzutage von frei „herumwandernden“ Waffen die Rede ist, wird der Sache gleich mit großer Intensität nachgegangen. So war es auch im vergangenen Jahr, als die Beamten von einer offenbar von Hand zu Hand gehenden Pistole erfuhren.

Im Zuge ihrer Nachforschungen durchsuchten sie auch ein Haus in einer Gemeinde im Altkreis Nürtingen. Dabei stießen sie auf neun Gewehre, einen Vorderlader, zwei Revolver und eine Pistole.

Die Waffen waren vorschriftsmäßig abgeschlossen und damit für Außenstehende nicht zugänglich. Außerdem hatte der Besitzer, ein gelernter Handwerker, für jedes Exemplar eine Waffenbesitzkarte. Keineswegs den Vorschriften entsprach jedoch die Munition, welche die Beamten fanden.

Unter den Patronen, die an zwei Maschinengewehrgurten aufgehängt waren, befanden sich neben Leuchtspurmunition auch Patronen mit Aufschlagzünder. Dass dies nicht mit rechten Dingen zuging, war den Beamten gleich klar. Sie erstatteten Anzeige, und jetzt wurde der Fall am Nürtinger Amtsgericht verhandelt.


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