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Nürtingen

Waffen des Westens

25.11.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) John Wayne – der Name ist Synonym für den Prototyp des Stoffs, aus dem amerikanische Helden gemacht sind. Der Schauspieler war Protagonist in zahlreichen Westernklassikern und Kriegsfilmen. Wayne, der eigentlich Marion Michael Morrison hieß, war aber auch privat ein stockkonservativer Haudegen und Anhänger der Republikaner mit Hang zum Militarismus. Zwar spielte er in zahlreichen Filmen Soldaten, diente aber niemals in den Streitkräften. Zu behaupten, dass er sich drückte, wäre aber gelogen: Eine Bewerbung an der Akademie der US-Marine blieb ebenso erfolglos wie sein Bestreben, im Office of Strategic Services zu dienen, dem militärischen Vorläufer des amerikanischen Geheimdienstes CIA. Dennoch blieb er großer Freund und Verehrer des Militärs und der in den 50er-Jahren neuen und bewunderten Superwaffe, der Atombombe.

Dass er selbst einmal Opfer dieser Massenvernichtungswaffe werden könnte, konnte oder wollte John Wayne nicht ahnen. 1954 drehte er in der Wüste von Utah den Streifen „Der Eroberer“. Ein völlig misslungener Versuch, das Leben des Dschingis Khan zu verfilmen. Wayne als der Mongolenführer galt bei Kritikern als fehlbesetzt. Obendrein verliefen die Dreharbeiten völlig chaotisch. Die Außenaufnahmen entstanden in einem Teil des Snow Canyon in Utah, der ein Jahr zuvor durch radioaktiven Niederschlag stark verstrahlt wurde. Wayne und seine Filmcrew ließen sich davon nicht abschrecken. Im Gegenteil: Mit einem Geigerzähler zeigte er seinen Söhnen die Strahlungswerte vor Ort. Der verseuchte Sand des Canyons diente auch bei den Studioaufnahmen als Dekoration.


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