Schwerpunkte

Nürtingen

Von der Theorie zur Praxis

08.11.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Verena Stock ist im Stadtbauamt Ansprechpartnerin für das Integrierte Stadtentwicklungskonzept

Von Würzburg nach Nürtingen. Verena Stock ist seit September in Diensten der Stadt Nürtingen. Die 30-jährige Diplom-Geografin kümmert sich um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das der Gemeinderat am Dienstag beschlossen hat. Bettina Bernhard sprach mit der ISEK-Koordinatorin über ihre Arbeit und das Entwicklungskonzept.

Was reizte Sie an der Aufgabe?

Ich finde es spannend, diesen umfangreichen Prozess von Anfang bis Ende zu begleiten. Die Gelegenheit, vom Grundsatzbeschluss im Gemeinderat bis zum fertigen Konzept zwei Jahre später dabei zu sein, ist einmalig. Außerdem ist es reizvoll, eine Stadt, die für mich als Neu-Schwabe komplettes Neuland war, in den unterschiedlichsten Facetten kennenzulernen. Nachdem ich mich als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bayreuth viel mit der Theorie von Stadtentwicklung beschäftigt habe, freue ich mich auf ganz praktische Arbeit – auch mit den Bürgern dieser Stadt.

Haben Sie in Nürtingen schon Ecken entdeckt, die man aus dem Dornröschenschlaf erwecken sollte?

Bei einer Radtour mit Michael Paak, dem Leiter des Stadtplanungsamtes, durch die Stadt ist mir aufgefallen, dass das nördliche Neckarufer ein riesiges Potenzial an Grünflächen bietet, nur wenige Schritte von der Altstadt entfernt.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Stadt?

An der Musikschule verbringe ich gerne meine Mittagspause, weil man dort ungestört die Sonne genießen kann und einen schönen Blick auf die Stadtkirche hat. Wenn das Wetter nicht so gut ist, schaue ich aus meinem Büro direkt auf den Wochenmarkt und auf glückliche Brautpaare.

Wie sieht Ihre konkrete Arbeit aus?

Gerade vergleiche ich Angebote von Planungsbüros, um zu sehen, wer am besten zu uns passt, wer unsere Ideen teilt und uns bei der Bürgerbeteiligung kompetent unterstützen kann. Daneben verschaffe ich mir einen Überblick über laufende Planungen und bestehende Konzepte, weil die ja in den Prozess integriert werden müssen. Sobald die konkrete Arbeit mit dem Planungsbüro startet, bin ich diejenige, die (hoffentlich immer) den Überblick behält und alle Akteure koordiniert. Ich bin Ansprechpartner für Stadtverwaltung, Planungsbüro, Bürger und Interessensvertreter. Neben Veranstaltungen und Sitzungsterminen muss ich immer das Ziel im Blick haben: im Herbst 2014 soll das ISEK fertig sein und mit der Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden.

Ab wann dürfen die Bürger mitreden?

Gleich von Anfang an. Bei einer Bürgerumfrage im Frühsommer sollen sie ihre Meinung zu den unterschiedlichen Bereichen ihres Alltags hier in Nürtingen kundtun. Danach können sich die Nürtinger nach einer Auftaktveranstaltung im Sommer in themenbezogenen Workshops zu Wohnen, Freizeit oder Kultur beteiligen. Diese Workshops bilden das Kernstück des ISEK. Ab Anfang 2013 kann man sich jederzeit über eine Online-Plattform informieren, die wir gerade aufbauen.

Was bringt das ISEK den Nürtingern?

Verena Stock ist seit September beim Stadtplanungsamt beschäftigt und kümmert sich um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept.  Foto: Bernhard
Verena Stock ist seit September beim Stadtplanungsamt beschäftigt und kümmert sich um das Integrierte Stadtentwicklungskonzept. Foto: Bernhard

Die große Chance, die Entwicklung ihrer Stadt für die nächsten zehn bis 15 Jahre mitzugestalten und dabei gute Lösungen oder mindestens tragfähige Kompromisse für Nürtingens Zukunft zu finden.


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 78% des Artikels.

Es fehlen 22%



Nürtingen