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„Viele Sinti und Roma outen sich nicht“

27.06.2015 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Informationen über eine historisch gewachsene Minderheit – Blick auf Vergangenheit und Gegenwart

Wertvolle Informationen über die Roma erhielt man vor Kurzem bei einem Vortrag des Nürtinger Netzwerks Flüchtlingsarbeit (NFANT): Jovica Arvanitelli vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma sprach in der Alten Seegrasspinnerei.

NÜRTINGEN (maw). Viele Roma, vor allem aus den Flüchtlingsunterkünften, waren gekommen, aber auch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Nürtingen und Umgebung. Aber auch generell Interessierte waren unter den Zuhörern. Jovica Arvanitelli informierte in Deutsch und mitunter in der Sprache Romanes über die Lebenssituation und Geschichte deutscher Sinti und Roma wie auch über die Situation in Ländern wie Mazedonien und beantwortete in einem weiteren Teil zahlreiche Fragen aus dem Publikum.

Der Referent wusste, wovon er spricht. Drei Jahre hat Jovica Arvanitelli selber in einem Flüchtlingsdorf gelebt. Auch in gelben Baucontainern. Jetzt ist er Leiter der Beratungsstelle für nicht deutsche Roma in Mannheim. Dort, wo er herstammt, im Kosovo, gab es in den 90er-Jahren einen „massiven antiziganistischen Pogrom gegen Roma“, berichtete der hautnah Betroffene. „Dies war übrigens in allen Gegenden, in denen Roma lebten – auch in denen, die gar nicht mit dem Krieg zu tun haben“, stellte Jovica Aravanitelli heraus.


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