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Verwirrende SMS in der Tatnacht

20.06.2015 00:00, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Freunde und Bekannte der Familie kamen zu Wort – Beschuldigter schickte vermutlich kurz nach der Tat Kurznachrichten

NT-OBERENSINGEN/STUTTGART. Am dritten Verhandlungstag im Mordprozess gegen einen 42-Jährigen, der im vergangenen Oktober seine Mutter mit einer Axt erschlagen hat, kamen gestern Freunde und Bekannte der Familie zu Wort.

Die 1. Schwurgerichtskammer am Stuttgarter Landgericht hatte sich für den Freitag ein Mammutprogramm auferlegt: 14 Zeugen waren geladen, außerdem trug Gerichtsmediziner Professor Frank Wehner sein Gutachten vor. Todesursache war demnach ein massives Schädel-Hirn-Trauma, das der Frau mit der Axt zugefügt wurde. Sie hatte nach Angaben des Mediziners aber auch Abwehrverletzungen an Händen und Armen.

Ein Mitarbeiter des sozialpsychiatrischen Dienstes und der behandelnde Psychiater zeigten sich erschüttert von der Tat. Der Beschuldigte habe in den Monaten davor eine gute Entwicklung gemacht. Habe sich um Arbeit bemüht und sogar eigene Geschäftsideen entwickelt, so der Pädagoge. Ziel sei gewesen, dass er selbstständiger werde, dass er sich von der Mutter löse – kurz, dass er zu Hause auszieht. Der Psychiater berichtete von drei Treffen mit dem Beschuldigten, bei denen er nicht auffällig gewesen sei. Er sei auch regelmäßig zu den Behandlungsterminen erschienen, bei denen er ein Antipsychotikum mit Depotwirkung bekommen habe.


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