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Nürtingen

Verrückt nach Licht

10.12.2018, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sehnen Sie sich auch nach Licht in diesen Wochen? Früh wird es dunkel. In meiner Straße sitzen sie nicht mehr vor den Häusern wie im Sommer. Still ist es geworden. Viel seltener spielen die Kinder auf der Straße, und aus den Gärten sind nicht mehr die fröhlichen Stimmen heller Sommernächte zu hören.

Bärbel Brückner-Walter, Pfarrerin an der Lutherkirche, Nürtingen

An diesen langen dunklen Abenden sitze ich gern beim Licht einer Kerze. Es ist ein ganz warmes Licht, nicht grell und aufdringlich wie so viele andere Lichter, die unsere Städte auch nachts hell machen. Ganz sanft und zart und sehr empfindlich ist es, dieses Licht. Ein Windhauch genügt, schon ist es erloschen.

„Verrückt nach Licht!“ heißt ein Gedichtband der Theologin und Schriftstellerin Dorothee Sölle. Verrückt nach Licht sind Menschen, die im Dunkeln leiden. Die sich nach Leben sehnen, nach Lebens-Licht. In ihren Gedichten beschreibt Dorothee Sölle Lebens-Lichter: menschliche Versuche, Lieben zu lernen; Hoffnung und immer wieder glimmende Dochte, manche verlöschen. „Lebenslicht“ ist der Titel des diesjährigen ökumenischen Hausgebetes im Advent. Das wunderbare Titelbild zeigt, was in der Tiefe geschieht, wo das Licht die Finsternis erhellt. Hinter dem Dunkel kommt Licht, hinter dem Tod Leben, hinter dem Leid Freude.


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