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Vergewaltiger will keiner sein

02.10.2014 00:00, Von Bernd Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Vom Nürtinger Amtsgericht wegen sexueller Nötigung verurteilter Täter ging in Berufung – Opfer wird zur Aussage eingeflogen

NÜRTINGEN/STUTTGART (pm). War es eine handfeste sexuelle Nötigung oder gar eine Vergewaltigung? Oder hat das mutmaßliche 21-jährige Opfer selbst für den sexuellen Kontakt mit dem Angeklagten gesorgt? Der 29-jährige Student aus einem arabischen Land soll die junge Japanerin, ebenfalls Studierende an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, im Studentenwohnheim regelrecht überfallen und sie gewaltsam zum Sex gezwungen haben. Nun hat das Stuttgarter Landgericht das Wort.

Vor der 33. Strafkammer des Landgerichts will der Beschuldigte nicht als Vergewaltiger beziehungsweise sexueller Nötiger gelten. Seine Sicht der Dinge ist die, dass eine japanische Frau niemals nein sagt. Unter diesem Aspekt habe er am 14. Oktober vergangenen Jahres die 21-jährige Kommilitonin in ihrem Zimmer im Nürtinger Studentenwohnheim aufgesucht, wobei es dann zu einem einvernehmlichen Sex gekommen sei. Für die Staatsanwaltschaft sieht das allerdings anders aus: Er habe sie auf ihr Bett gedrückt, sie gewaltsam entkleidet und ebenfalls gewaltsam zu sexuellen Praktiken gezwungen.


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