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Top oder Flop

23.11.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(heb) „Diese Scheibe ist ein Hit, wann kriegt ihr das endlich mit?“ Ja, wann – und vor allem wie – kriegt man mit, ob ein Song ein Hit wird oder nicht? Nun wird einer sagen: „Na, dafür gibt’s doch Hitparaden.“ Stimmt, aber wo guckt der nach, der die Hitparaden schreibt?

In Deutschland begann alles vor 50 Jahren. Zwar gab es auch hierzulande schon vorher Hitparaden, aber die wurden nach der Bestückung und Spielfrequenz einzelner Songs in den Musicboxen der Cafés und Kneipen erstellt. Mitte 1959 gab es dann einen Paradigmenwechsel, das heißt, die Auszählung wurde auf eine andere Basis gestellt. Deutschland war nämlich zum Wirtschaftswunderland geworden und die Leute kauften Radios, Plattenspieler und eben Schallplatten. Seit 1956 sammelten Zeitschriften Daten aus Leserumfragen, um Beliebtheitsskalen zu erstellen. Ab 1959 ermittelte die Verbandszeitschrift Musikmarkt Absatzzahlen des Phonohandels, und wieder einige Jahre später wurde gezählt, wie oft ein Titel in den Radiosendern läuft, um dessen Beliebtheit zu ermitteln. Das hatte natürlich Folgen: Die Macht der DJs in den Sendern nahm enorm zu. Denn ihre Sendungen wurden immer interessanter für die Werbung, die allmählich die Zielgruppe der 20- bis 30-Jährigen, später gar der 14- bis 20-Jährigen für sich entdeckte. Aber auch das kippte irgendwann, und heute sieht es fast so aus, als müsste der Moderator seine Liste der gespielten Titel mit den Werbekunden abstimmen, bevor sie „on Air“ geht.


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