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Tötungsversuch gegen Nebenbuhler?

27.07.2017 00:00, Von Bernd Winckler — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Streit zwischen zwei Afghanen in Nürtingen endete mit Messerstichen – Erster Verhandlungstag

NÜRTINGEN/STUTTGART. Zwei 22- und 25-jährige afghanische Asylbewerber sollen sich in Nürtingen um die Gunst einer Freundin auf offener Straße gestritten haben, wobei der Jüngere ein Messer einsetzte und seinen Nebenbuhler damit lebensgefährlich verletzte. Der 22-Jährige wehrt sich jetzt vor dem Stuttgarter Landgericht gegen den Vorwurf des versuchten Totschlags mit dem Argument der Notwehr. Der Prozess gegen ihn hat gestern begonnen.

Sie sind beide noch nicht als Kriegsflüchtlinge anerkannt, genießen aber einen befristeten Aufenthalt in Deutschland. Vor knapp zehn Jahren kamen sie über den Iran, Türkei, Griechenland und Österreich in die Bundesrepublik und landeten in Unterkünften in Nürtingen. Der 22-jährige Angeklagte gibt als Fluchtgrund an, dass man ihn in Afghanistan zum Kämpfer habe ausbilden wollen. Zuvor sei er noch als Kind zeitweise in Pakistan als Teppichknüpfer gezwungen worden. In der Nürtinger Unterkunft hat er sich gut eingelebt, sogar eine Lehre zum Anlagenmechaniker erfolgreich abgeschlossen, sagte er der Stuttgarter Schwurgerichtskammer. Dann jedoch spannte er die Freundin eines 25-jährigen Landsmannes aus. Das war dann wohl der Grund des Messereinsatzes an jenem 12. Februar dieses Jahres in der Neuffener Straße in Nürtingen.


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