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Tipps zum Schutz der Rehkitze vor dem Tod durch die Mähmaschine

11.07.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Das Abmähen von Wiesen ist für viele Rehkitze eine tödliche Bedrohung. Die Ricke legt ihr Kitz häufig im hohen Gras ab. Zum Schutz vor Feinden ducken sich die Kitze regungslos ins Gras. Ihr gepunktetes Fell ist zusätzliche Tarnung. Kitze sind fast geruchslos und auch der Kot der Kitze wird beim Säugen von der Mutter zur Verwischung von Spuren aufgefressen. Somit sind die Kitze für ihre Feinde, aber auch für ihre Retter fast nicht auffindbar. Um den Mähtod zu verhindern, ist eine gute Zusammenarbeit von Jagdpächtern und Landwirten notwendig. So wird die Ricke einige Tage vor dem Mähen beispielsweise durch das Aufstellen von Scheuchen oder auch indem ein Jäger mit dem Hund durch die Wiese läuft so beunruhigt, dass sie ihre Kitze mitnimmt und an einer anderen Stelle, die für sie sicherer erscheint, ablegt. Auch das Abgehen der Wiesen vor der Mahd kann erfolgreich sein. Wenn hierbei Kitze gefunden werden, müssen sie behutsam in der Nähe abgelegt werden. Die Kitze rufen, wenn die Gefahr vorüber ist, ihre Mutter mit lauten Fieptönen herbei. Durch die gute Zusammenarbeit der ehrenamtlichen Jäger und der Landwirte können viele Kitze vor Verletzung oder dem Tod geschützt werden, wie das Foto zeigt, das die Jagdpächter Dr. Günther Weiss und Willi Flakus und Landwirt Schietinger nach erfolgreicher Kitzrettung zeigt. pm

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