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Tiefseetauchen

19.09.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tiefseetauchen

Es freue sich, wer da atmet im rosigen Licht! Da unten aber ists fürchterlich, und der Mensch versuche die Götter nicht und begehre nimmer und nimmer zu schauen, was sie gnädig bedeckten mit Nacht und Grauen so wenig ermutigend ist der Bericht, den Schiller seinen Taucher erstatten lässt. Doch zwei Männer begehrten tatsächlich zu schauen, was sich in der ewigen Finsternis der Tiefsee befindet. Am 23. Januar 1960 machten sie sich auf in den tiefsten Schlund, den die Weltmeere zu bieten haben. Der Schweizer Jacques Piccard und der Amerikaner Don Walsh quetschten sich in eine Stahlkugel, die an einem mit Petroleum gefüllten Tank hing, und ließen sich fast elf Kilometer in die Tiefe des pazifischen Mariannengrabens sinken. Ihr Tauchboot Trieste vom Typ Bathyskaph stellte mit einer Tiefe von 10 740 Metern einen bis heute ungeschlagenen Tauchrekord auf. Zum Vergleich: Die tiefste Stelle des Meeres liegt 11 034 Meter unter dem Meeresspiegel. Unter dem Wasserdruck dort unten wäre Schillers Taucher schlicht zerquetscht worden. Und doch sahen die beiden Tiefseeforscher dort unten im Schein ihrer Leuchte einen Fisch vorbeischwimmen. bg


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