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Nürtingen

Supergroups

09.01.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Markante Eckpunkte in der Geschichte der Rockmusik sind Phänomene wie die sogenannten Supergroups. Was mit Cream 1966 begonnen hatte, als sich der Drummer der Graham Bond Organization, Ginger Baker, mit dem Bassisten der Bluesbreakers, Jack Bruce, und dem von der Musik der Yardbirds mittlerweile gelangweilten Eric Clapton zusammentat, um die Rockmusik für immer zu verändern. Zwar hielt auch diese erste Supergroup nur zweieinhalb Jahre, doch die Idee grub sich in vielen Managerhirnen fest und so erschienen immer wieder vielversprechende Zusammenschlüsse profilierter Musiker auf der Bildfläche, um nach einem Album, vielleicht auch zweien, wieder zu verschwinden. Zu viele Alphatiere im Studio können auf Dauer selten miteinander, und was während einer Session für ekstatische Höhepunkte zu sorgen imstande ist, kann im „Hühnerstall“ ins krasse Gegenteil umschlagen. „Blind Faith“ war so eine Angelegenheit, wo mit Stevie Winwood und Eric Clapton zwei sogenannte „Masterminds“ aufeinanderstießen und für genau eine LP höchst fruchtbar zusammenarbeiten konnten, danach flog das Projekt auseinander, wie auch Jahre später eine Supergroup namens „Little Village“, wo gleich drei Typen dieses ausgesprochen kreativen Menschenschlages, Ry Cooder, John Hiatt und Nick Lowe, zusammenkamen, um – ergänzt durch den Studio-Schlagzeuger Jim Keltner – ein Album aufzunehmen und sich nach einer Tournee wieder zu verabschieden. Ein anderes, wenig bekanntes Beispiel (umso mehr zum mal reinhören empfohlen) ist eine „Geburtstagstorte“ für den 2006 verstorbenen Chef des „Atlantic“-Labels, Ahmet Ertegun. „The Honeydrippers“ nannte sich ein Wiedersehen der Gitarrenvirtuosen Jeff Beck und Jimmy Page, verstärkt durch Ex-Led-Zeppelin-Sänger Robert Plant, den Funk-Musiker Nile Rodgers und ein paar weitere Größen der Szene. Ergebnis: eine höchst vielversprechende EP mit fünf Rhythm-and-Blues-Stücken. Das war’s. Ach ja: Jimmy Page feiert heute seinen 65. Geburtstag. heb


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