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Streuobst-"Idylle"

24.10.2006 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Streuobst-Idylle

Ach, wie schön sind doch die Streuobstwiesen, wie lieblich prägen sie unsere sanft hügelige Kulturlandschaft. Nimmermüde wird allerorten ihr hoher Naherholungswert gepriesen. Ach wie gerne lustwandelt der gestresste Stadtmensch durch die Wiesen, wenn sie blühen und grünen und die Bäume Früchte tragen. Wie schön ist es, direkt vom Baum einen Apfel zu pflücken und zu essen. Doch ach, was stört diese wundervolle Idylle? Ein Mensch in einem Auto braust vorüber, hintendran der Hänger, obendrauf der Balkenmäher. Alsbald wird der Freizeit-Streuobstbauer durch laute Mähgeräusche das Vogelgezwitscher und Grillengezirpe stören. Wie kann er nur? Wenig später im Jahr wird derselbe Mensch aus dem gemähten Gras seine Äpfel auflesen und womöglich seine Säcklein im Hänger über Feldwege abtransportieren und dabei abermals den Spaziergängern begegnen, die sich über das Verkehrsaufkommen auf ihrem Spazierweg bitter beklagen. Doch wer hegt und pflegt jene Wiesen, hält sie frei, schneidet Bäume und bückt sich nach all den Äpfeln? Es ist der Stücklesbesitzer, der sich in einer verkehrten Welt wähnt, wenn er sich vor den Leuten rechtfertigen muss, wenn er an sein Stückle fährt. bg


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