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Nürtingen

Stellvertretende Braut

31.05.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(bg) Es gibt Angelegenheiten, die sollte ein jeder persönlich regeln. Zum Beispiel die eigene Hochzeit. Das war nicht immer so. Früher gab es die Möglichkeit, per procurationem, zu Deutsch durch Vollmacht, zu heiraten. Besonders in Adelskreisen wurde gerne ohne die Anwesenheit aller Betroffenen geheiratet. Diese Stellvertreterhochzeit wurde auch Handschuh-Ehe genannt, da das Überreichen eines Handschuhs als Sinnbild der Botenbeauftragung galt.

Meist war es damals die Braut, die sich vertreten ließ. Eine Prinzessin war die Währung, mit der politische Bündnisse besiegelt wurden. Da man die Gute nicht einfach in den Flieger setzen konnte, sondern mühselig mit einem riesigen Tross über Land karren musste, was nicht einmal zu jeder Jahreszeit ging, verheiratete man sie einfach per Stellvertreter und hatte dann sofort einen Verbündeten, nicht erst nach dem Winter. Marie Antoinette, der Tochter Maria Theresias und Königin Frankreichs, ist es so ergangen.


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