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Sommerloch

21.07.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

(psa) Wenn die letzte Parlamentssitzung gelaufen, das letzte Volksfest gefeiert und das letzte sportliche Großereignis beendet ist, wird man es wieder merken: Das Sommerloch beherrscht die Medienlandschaft. Im hohen Norden Schottlands wird Mysteriöses geschehen: Es wird zu Monstersichtungen im Loch Ness kommen. Ufos erhellen die Nacht. Toastbrotscheiben, in die das Antlitz Heiliger geröstet wurde, erscheinen morgens druckfrisch in der Zeitung, tagsüber in Internet und Radio und abends, ja abends bereichern sie die Boulevardmagazine auf allen Kanälen. Manchmal wird es auch konkreter: Da kommen beispielsweise Kaimane abhanden, die im Neckar oder in Baggerseen ihr Unwesen treiben.

Bietet es sich da nicht an, typische Sommerlochgeschichten erst medial aufzubauen und anschließend touristisch zu nutzen? Was in Schottland geht, kann doch auch hierzulande funktionieren. Könnte der Bodensee mit mysteriösen Leuchterscheinungen nicht noch mehr Touristen anlocken? Ufos und Kornkreise auf der Alb wären die Attraktion – noch dazu in Verbindung mit den keltischen Wurzeln. Den so angelockten Fans der kleinen grünen Männchen könnte man nebenbei die Euros aus der Tasche ziehen.


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