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Sizilianische Vesper

10.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sizilianische Vesper

An Ostern 1282 eilte eine Sizilianerin auf der Suche nach ihrer Tochter durch die Straßen von Palermo. Zwölf Jahre waren inzwischen vergangen, seit nach dem Sieg über die Staufer Papst Klemens IV. Sizilien dem französischen Haus Anjou überlassen hatte. Die verhassten Besatzer demütigen die Bevölkerung nach Belieben und auch jene Mutter findet der Legende nach ihr Kind vergewaltigt von einem im Solde der Anjou stehenden Soldaten in einer Kirche. Entsetzt über diese doppelte Schändung läuft sie auf die Straße und ruft um Hilfe für ihre Tochter, aus ihrer Sicht also für ma fia, ma fia, was in dem damaligen sizilianischen Dialekt meine Tochter, meine Tochter geheißen haben soll. Wie dem auch sei, dieser Hilferuf löste jenen Aufstand aus, der unter der Bezeichnung Sizilianische Vesper in die Geschichte einging und angeblich alle französischen Besatzer das Leben kostete. Außerdem soll sich nach dem Hilferuf jener gequälten Mutter eine berüchtigte NGO (Non-Governmental Organization) ihren Namen gegeben haben, die in der Zwischenzeit von einer Freiheitsbewegung zu einem banalen Verbrecher-Syndikat verkommen ist. heb


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