Nürtingen

Schwerer Gang für die Angehörigen

03.07.2007, Von Philip Sandrock — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Am Landgericht Stuttgart saßen im Taximord-Prozess die Angehörigen des Opfers und die des mutmaßlichen Täters im Zeugenstand

STUTTGART/NÜRTINGEN. Am Montag wurden im Taximord-Prozess die Angehörigen sowohl des Ermordeten als auch des mutmaßlichen Täters vernommen. Es war der dritte Verhandlungstag im Prozess um die Ermordung des Taxifahrers Ewald Pahl vor dem Schwurgericht des Landgerichts Stuttgart. Für alle Beteiligten war es ein sichtlich schwerer und tränenreicher Gang in den Zeugenstand.

Keinem der Zeugen fiel es leicht, die Aussage zu machen, dennoch hat keiner der Angehörigen des mutmaßlichen Täters von seinem Recht auf Aussageverweigerung Gebrauch gemacht.

Zuerst wurden die Angehörigen Pahls vernommen, seine Witwe und seine Geschwister schilderten ihn als ruhigen, besonnenen Menschen, der niemals Streit gesucht habe. Er habe den Täter bestimmt gekannt, versicherte die Witwe des Opfers. Mein Mann kannte ihn bestimmt, er hat fast jeden im Roßdorf gekannt, sagte sie. Wegen des Fahrgeldes würde er sich nie streiten, betonte die Witwe. Er habe zu seinen zahlungsunwilligen Fahrgästen immer gesagt, sie sollten ihr Geld behalten, aber nie wieder mit ihm fahren. Immer wieder brach sie während der Aussage in Tränen aus, ebenso wie fast alle anderen Angehörigen Pahls. Auch die Arbeitskollegen bescheinigten dem Gericht, dass Ewald Pahl nie den Streit gesucht habe. Auch blieben beinahe alle Angehörigen Pahls bis zum Ende der Verhandlung am Montag im Gerichtssaal.


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