Schwerpunkte

Nürtingen

Schrecklich schräg

14.11.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Schrecklich schräg

Manche Menschen sträuben sich ein Leben lang erfolgreich dagegen, erwachsen zu werden, erwachsen werden im landläufigen Sinne: einordnen, mitmarschieren, funktionieren und nicht immer nach einem warum? fragen. Statt noch tödlichere Waffen, stärkere Gifte oder fiesere Foltermethoden für Mensch und Umwelt zu entwickeln, erfinden sie dann eben lustige Figuren, wie den grünen Riesen Shrek zum Beispiel, der in einem Sumpf wohnt und am liebsten alleine ist. Bis er sich in eine Prinzessin verliebt. Den Namen Shrek hat der Erfinder des grünen Monsters aus dem Jiddischen entlehnt, wo das Wort so viel wie Schrecken bedeutet. Unserem Gehör assoziiert es passenderweise gleich den Begriff schräg mit. Vor vier Jahren starb William Steig in Boston, hat also den Ruhm noch genießen dürfen, den seine Figuren durch die 2001 in allen Kinos der Welt laufende Verfilmung nun auch weltweit fanden. Shrek konnte damals um die Gunst der Kinder des Planeten durchaus mit dem Weihnachtsmann konkurrieren. Doch William Steig hat der Welt noch andere Hinterlassenschaften zu bieten: Sein Sohn Jeremy, geboren 1942, hat als Jazzflötist ebenfalls Weltruhm erlangt. Über seine Gefühle dem Erwachsensein gegenüber ist uns bislang allerdings nichts bekannt. Immerhin: auch er ein Beweis dafür, dass es die Geschöpfe großer Kinder in der Welt zu etwas bringen können. Heute wäre William Steig hundert geworden. heb


Sie möchten den gesamten Artikel lesen?


Tagespass

  • 24 Std. alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Mit PayPal bezahlen

1,20 €

einmalig

10-Tage-Angebot

  • 10 Tage alle Artikel und das E-Paper lesen
  • Endet automatisch
  • Mit PayPal bezahlen

5,00 €

einmalig

Digitalabo

Jetzt neu - mit PayPal bezahlen!

  • Alle Artikel und das E-Paper im Abo lesen
  • jederzeit kündbar

22,50 €

pro Monat


Ich bin bereits Abonnent


Sie sehen 56% des Artikels.

Es fehlen 44%



Nürtingen